Um ermitteln zu können wie viele Pellets Sie für Ihre Bedürfnisse benötigen, sollten Sie ungefähr wissen, wie viel kW generell in Ihrem Haus verbraucht werden. Ein normales Einfamilienhaus hat im Durchschnitt einen Verbrauch mit einer 15 kW-Anlage von ca. drei bis vier Tonnen. Pro Kubikmeter können ca. 650 kg Pellets gelagert werden. Somit besteht für ein Einfamilienhaus ein Platzbedarf von etwa fünf bis sechs, maximal sieben Kubikmetern.
Deutschland ist bei der Pelletproduktion in Europa weiterhin Spitzenreiter. Trotz der winterlichen Witterung zum Jahresbeginn 2010 ist die Bevorratung an Pellets bundesweit gut. „Die Versorgungssicherheit mit Pellets in Deutschland ist gewährleistet. Selbst bei länger andauernden Minustemperaturen steht dem Verbraucher Ware in ausreichender Menge zur Verfügung. der Inlandsverbrauch von Holzpellets im Jahr 2009 auf 1,1 Mio. t angewachsen sei. Dies bedeutet gegenüber dem Jahr 2008 eine Steigerung um 200.000 t. Dennoch würden in Deutschland immer noch erheblich mehr Pellets produziert als verbraucht. 28 Prozent der hier produzierten Pellets wurden 2009 mangels Inlandsabsatz exportiert (2008: 40 Prozent). Nicht zuletzt wegen einer Zunahme der bei Gewerbe und Kommunen betriebenen großen Pelletheizungen geht man von einer weiteren Zunahme des Pelletverbrauchs, im kommenden Jahr auf rd. 1,3 Mio. t aus.
Der Pelletsverbrauch stieg in Österreich heuer um 18 Prozent, die Zahl der Heizungen hat um 13 Prozent auf 71.00 zugenommen. Insgesamt wurden 735.000 Tonnen Pellets produziert, berichteten die "Salzburger Nachrichten".
Der heimische Bedarf liegt laut dem Pelletsverband heuer bei 590.000 Tonnen. Österreich kann daher den heimischen Bedarf zur Gänze aus inländischer Produktion decken. Der Rest gehe vor allem nach Italien oder Deutschland. Ein ähnliches Szenario wird für 2010 erwartet.
Zurzeit würden nämlich vier weitere große Pellets-Werke, die die Produktionskapazität im kommenden Jahr um bis zu 240.000 Tonnen steigern werden. Dies entspreche dem Wärmebedarf von 40.000 Haushalten. Die gesamte Produktionskapazität liege dann bei über 1,2 Mio. Tonnen, schreibt proPellets.
Aktuell liegen die Preise inflationsbereinigt mit 205 Euro pro Tonne sogar unter jenen von 2000, wo die Tonne 225 Euro kostete. Für die Zukunft sehen Experten "längerfristige Preisstabilität", da es in den heimischen Wäldern beachtliche Produktionsreserven gebe.
„Der Pelletsverbrauch in Italien liegt bei 1 Mio. t/J. Davon müssen 300.000 t/J importiert werden. Die 90 italienischen Produzenten haben eine geschätzte Kapazität von 700.000 t“, erläuterte Annalisa Paniz vom italienischen Verband AIEL. Hauptsächlich gibt es kleine Produzenten. Der größte Hersteller hat eine Kapazität von 100.000 t/J. Nahezu 70 % wird in Norditalien produziert.
„Der Pellets-Verbrauch in Dänemark lag 2008 bei knapp 1 Mio. t/J. Vor allem Privathaushalte haben in jüngster Vergangenheit stark in Pelletsanlagen investiert“, berichtete Morton T. Hansen, FORCE. Der Anteil der Co-Feuerung von Pellets in Dänemark liegt bei 220.000 t/J. Dänemarks Produktionskapazität liegt bei 400.000 t/J. „Der Ausstoß sinkt aber, weil das Rohmaterial fehlt“, so der Experte. Hansen erwartet einen stark steigenden Verbrauch bei der Co-Feuerung. So solle Dong Energy für 2009 die Zufeuerung von über 400.000 t/J, Vattenfall von 250.000 t/J Holzpellets und 100.000 t/J Strohpellets planen. Der MaxBio-Plan von Vattenfall sieht vor 724.000 t Kohle durch Biomasse zu ersetzen.