Die Kiefern, Föhren oder Forlen (Pinus) bilden eine Pflanzengattung von Nadelholzgewächsen (Pinophyta) in der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Die meisten Kiefern-Arten wachsen als Bäume, einige auch als Sträucher. Kiefern sind immergrün und duften aromatisch. Kiefern erreichen Wuchshöhen bis über 50 m und ein Alter von bis zu 1000 Jahren. Angebaut werden Kiefern inzwischen weltweit in den geeigneten Klimazonen. Zudem ist sie seit langer Zeit der „Brotbaum“ der norddeutschen (und ost-/nordeuropäischen) Forstwirtschaft. Ihre Verbreitung ist durch den Menschen großflächig gefördert worden. Insbesondere in Korea und Japan kommt den Kiefern eine besondere symbolische Bedeutung zu: Sie stehen dort für Stärke, Langlebigkeit und beständige Geduld. Kiefern sind daher in diesen Ländern besonders oft in sorgfältig ausgestalteter Form bei Tempel- und Gartenanlagen zu finden. Als "Nordische Kiefer" kommt sie heute vor allem in Skandinavien vor.
Verbreitung:
Als Pionierpflanze bildete die Kiefer mit der Birke zusammen die ersten nacheiszeitlichen Wälder, wurde aber von Eichen und Buchen verdrängt. Von den Menschen wurde sie wegen des hohen Harzgehalts angebaut. Das harzreiche Kiefernholz greift sich fett an. Auch bei diesem Nadelholz ist die Jahrringgrenze aufgrund deutlicher Unterschiede der Zellwandstärken von Spät- und Frühholz klar zu erkennen. Sie wird fast weltweit aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit und ihrer Unempfindlichkeit gegenüber Luftverschmutzung als Forst- und Parkbaum angepflanzt. Im mittleren Südeuropa und auf der Balkan-Halbinsel stellt die Schwarzkiefer die wichtigste Baumart für Aufforstungen dar.
Holzeigenschaften:
Das Holz der Weißkiefer ist weich, biegsam und leicht spaltbar, lässt sich gut bearbeiten und ist mittelschwer, etwas schwerer ist das der Schwarzkiefer. Astfreies Kiefernholz weist höhere Festigkeiten auf als Fichtenholz auf und ist ist leicht zu trocknen und zu bearbeiten. Das Kiefernholz ist vielseitig einsetzbar, als Bau- und Konstruktionsholz, als Tischlerholz, Möbelbau und Innenausbau sowie als Industrieholz für die Holzwerkstoffindustrie. Die in Be- und Verarbeitung anfallenden Säge- und Hobelspäne werden zu Briketts oder Pellets gepresst, als Energieträger vermarktet.