Kaminöfen-luftführend-wasserführend

Der Kamin ist eine Vorrichtung zur Zimmerheizung. Im Kamin wirkt das Feuer nur durch Wärmestrahlung, die Kaminheizung ist daher äußerst unvorteilhaft. Ein Kaminofen ist ein Ofen für fossile oder biogene Brennstoffe. Meist sind Kaminöfen nicht in der Wand eingebaut sondern im Wohnraum freistehend und verfügen über eine geschlossene Brennkammer. Man unterscheidet lombardische Kamine mit weit hervorragendem, pyramidenförmigem Mantel, der auf Konsolen oder sonstigen Vorkragungen steht; französische, die ganz außerhalb der Mauer stehen; deutsche, welche noch weiter hervorragen und einen hohen Mantel haben, und holländische, ganz in der Mauer liegende. Der Wirkungsgrad eines Kaminofens ist wesentlich besser als der eines offenen Kamins. Ein Heizkamin aus Naturstein speichert Wärme wie ein Kachelkamin.

Der geschlossene Kamin ist eine technische Weiterentwicklung des traditionellen, offenen Kamins mit sehr hohem bis 95% wasserseitigem Wirkungsgrad. Die Abgrenzung zum Kaminofen ist fließend und ergibt sich nur aus der Aufstellung: Während der Kamin in eine Wand eingelassen ist, ist ein Ofen eher freistehendend. Kachelöfen, die oft auch an eine Wand angebunden sind, stellen einen Grenzfall dar.

Bei geschlossenen, wasserführenden Kamin sind die Luftführung von Frischluft und Rauchgas optimiert. Die doppelwandigen Seitenwände, der Feuerrost und Rauchgastaschen im Feuerraum sind wassergekühlt wobei das Wasser als Energieträger wirkt. Das erwärmte Wasser wird über das Heizungsnetz in Wohnräume geleitet oder dient zur Heißwasserversorgung. Der wasserführende Kamin wirkt als eigenständige Heizungsanlage und kann auch zur Entlastung anderer Heizsysteme als Zweitheizung verwendet werden.

Ein wasserführender Kaminofen kann als alleinige Heizung aber auch in Verbindung als Kombinationsheizung verwendet werden, wie mit herkömmlichen Heizkörpern, Fußbodenheizungen, Solarsystemen oder mit einer Wärmepumpe verbunden werden. Wasserführen bedeutet, dass ein Teil der Heizenergie dazu genutzt wird, Wasser in einem geschlossenen Kreislauf zu erhitzen. Dieses heiße Wasser kann wiederum dazu benutzt werden, über einen Wärmetauscher Wasser für Bad und Dusche oder für die Heizungsanlage zu erwärmen.