"Wir wollen eine Energiepolitik, die ihren Beitrag zur CO2-Reduzierung leistet und die darauf abzielt, die Versorgung auf erneuerbare Energiequellen umzustellen."
Bundesumweltminister Norbert Röttgen
Interview. Bonner Generalanzeiger, 5. Februar 2010
Der Markt für erneuerbare Energien hat in der Zukunft niccht zuletzt durch die Gesetze von Bundesregierung und Europäischem Rat hohe Wachstumspotentiale.
Ohne einen massiven Ausbau der erneuerbaren Energien ist das Ziel, die Erderwärmung bis 2050 auf maximal zwei Grad zu begrenzen, nicht zu schaffen.
Der europäische Wärmemarkt, ein schlafender Riese
In der Europäischen Union entfällt fast die Hälfte der gesamten Endenergiebereitstellung auf den Wärmesektor. 2007 lag der Beitrag der erneuerbaren Energien aber erst bei 6,6 Prozent in Deutschland. Während Technologien wie die Pelletheizung bereit genutzt werden bleibt das Modernisierungspotential ist zu 90 Prozent ungenutzt. Ineffiziente und umweltschädliche Technik soll durch energiesparende und klimaschonende Anlagen ersetzt werden. Dies wird in Deutschland unter anderem durch die Energieeinsparverordnung umgesetzt. Am 22. März 2010 trat die Novelle der Bundesimmissionsschutzverordnung in Kraft. Sie verschärft die Grenzwerte für Feinstaubausstoß auch für Einzelöfen. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums gibt es in Deutschland 14 Millionen Einzelraumfeuerungsanlagen wie Kaminöfen oder Kachelöfen, viele Haushalte müssen ihre Heizungen bis 2015 austauschen.
Holzpellets - alles spricht dafür
Moderne Pelletheizungen erreichen Wirkungsgrade von bis zu 98 Prozent. Vor allem aber werden CO2- und SO2-Emissionen auf ein Minimum reduziert. Beim Heizen von Holzpellets entstehen in der Gesamtbilanz lediglich 31 Gramm Kohlendioxid pro Kilowattstunde, sofern die Transporte auf kurze Distanzen beschränkt sind.
Geringe Emissionen
Pelletheizungen sind auch bei sonstigen Emissionen vorteilhaft. So ist der Ausstoß an Schwefeldioxid geringer als bei Heizöl. Die verschärften Emissionsgrenzwerte der ab 2015 gültigen Bundes-Immissionschutz-Verordnung (1. BImSchV) werden von den meisten Anlagen problemlos erreicht.
Staatliche Anreizprogramme
Die Umstellung auf Pelletheizungen und Co-Firing wird von vielen Ländern durch staatliche Programme unterstützt. Beim Kauf eines Holzpelletkessel samt Speicher gibt es in Deutschland Zuschüsse bis zu 2500 Euro. Bei der Kombination mit Solaranlagen und Gebäudedämmung sind noch höhere Förderungen möglich. Erst 12 Prozent der in Deutschland installierten Heizungen sind auf dem Stand der Technik.
Die Zeit arbeitet für Holzpellets
DEPI und BEE rechnen bis 2020 mit einem Anstieg auf etwa eine Million Pelletheizungen. Das wäre einem achtmal höheren Pelletbedarf als noch 2010. Der Beitrag der Pellets zur erneuerbaren Wärmeproduktion läge dann mit 37,6 Terrawattstunden bei etwa 13 Prozent. Die Pelletbranche trägt dadurch einen wichtigen Teil zum Klimaschutz bei. Die Entwicklung des Holzvorrats in den deutschen Wäldern zeigt, dass die Potenziale zur Erhöhung des energetischen Einsatzes auch 2020 noch gegeben wären