Eibe

Die Eiben (Taxus) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Eibengewächse (Taxaceae) und gehören zu den Nadelholzgewächsen (Pinophyta). Eiben haben die bei Nadelbäumen sehr seltene Eigenschaft, dass sie vom Stamm her wieder ausschlagen können. Die immergrüne, langsam wachsende und harzlose Eibe wächst baum- oder strauchförmig und wird in Mitteleuropa nur selten höher als 15 Meter. Charakteristisch für die Europäische Eibe ist außerdem eine dünne grau- bis rotbraune Schuppenborke.

Ihre maximale Höhe erreicht die Europäische Eibe durchschnittlich im Alter von etwa 90 Jahren.

Verbreitung:

Die Eibe hat ihre natürliche Verbreitung in ganz Europa, sieben Arten sind über die nördliche Halbkugel verbreitet. Die bekannteste ist die Europäische Gemeine Eibe oder Wildeibe (Taxus baccata). In Nord- und Mitteleuropa ist nur die Gemeine Eibe verbreitet. Sie wächst im Mittelmeerraum ebenso, wie in Algerien, Kleinasien und im Kaukasus. Ihre nördliche Grenze findet sie in Südfinnland.

Holzeigenschaften:

Eibenholz ist sehr hart und lässt sich schwer schneiden, dafür eignet es sich aber besonders gut als Bauholz. Das feste, harzführende, langfaserige Holz war besonders im Mittelalter sehr begehrt. Sehr elastisch, hart und schwer, diente es zur Herstellung von Bögen und Armbrüsten, später als Möbelholz, für Bilderrahmen und dergleichen. Der rotbraune Holzkern wirkt verarbeitet sehr dekorativ. Der meist sehr schmale Splint ist gelblich gefärbt.

Verwendung

Das Holz wurde seit jeher zur Herstellung von Jagdwaffen verwendet. Eibenholz galt im Mittelalter wegen seiner Härte und Elastizität als das beste Holz für Bögen und auch heute noch wird es teilweise dafür verwendet. Die außerordentliche Tauglichkeit für die Waffenherstellung führte zu Übernutzung und Vernichtung von Eiben. Daher steht der Baum in Deutschland unter Naturschutz und das Holz ist relativ teuer.