Die Buchen (Fagus) sind eine Gattung in der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Die Gattung ist mit acht bis elf Arten in der nördlichen gemäßigten Zone Europas, Amerikas und Asiens vertreten. Buchen bevorzugen ein wintermildes und sommerkühles, feuchtes ozeanisches Klima. Die Buche liebt luftfeuchte Lagen und gleichbleibend bodenfrische und gut durchwurzelbare Böden.
Buchen sind sommergrüne Bäume mit glatter, grauer Rinde. Als Waldbaum erreicht die Buche Höhen von 30 bis 35 Meter, zuweilen auch solche über 40 Meter.
Verbreitung:
Die Buche ist in ganz Mitteleuropa heimisch. Unter natürlichen Bedingungen wäre ganz Deutschland – mit wenigen Ausnahmen – mit Buchen- oder Buchenmischwäldern bedeckt. Heute hat diese Baumart nur noch einen Anteil von rund 30 Prozent an der Gesamtwaldfläche. Die ausgedehntesten Buchenwälder finden wir heute in Deutschland noch in Schleswig-Holstein, in Mecklenburg, im Eichsfeld, in den Mittelgebirgen West- und Mitteldeutschlands sowie in Süddeutschland, im Spessart auf der Fränkischen Platte, im Steigerwald, auf der Schwäbischen und Fränkischen Alb.
Holzeigenschaften:
Buchenholz ist ein zerstreuporiges Holz mit feinen Poren und auffälligen Holzstrahlen. Es ist rötlich-weiß, sehr hart und zäh, aber wenig elastisch. Auch gegenüber Pilzbefall ist es sehr anfällig und kann deshalb nur nach entsprechender Behandlung im Außenbereich eingesetzt werden. Buchenholz findet vor allem in der Möbel-, Parkett- und Papierindustrie Verwendung. Darüber hinaus ist es ein gutes Brennholz.
Verwendung
Die Buche gehört wie die Esche zu den sogenannten Kernholzbäumen mit unregelmäßiger Farbkernbildung. Im Handel ist Buche als Rundholz, gedämpftes und ungedämpftes Schnittholz sowie in Form von Furnieren erhältlich. Buche liefert einerseits ein begehrtes Spezialholz für zahlreiche Einsatzgebiete, andererseits ist sie neben Fichte und Kiefer das am meisten eingesetzte Industrieholz.